Polycoms CEO erwartet ein erfolgreiches Jahr 2010

Gute Aussichten für die Videokonferenz Branche!

Allgemein, Videokonferenz in der Praxis 11. Januar 2010

Bob Hagerty, CEO von Polycom, sieht die Entwicklung der Branche für 2010 überaus optimistisch. Laut seinen Prognosen liegt das vor allem am vermehrten Umweltbewusstsein der Unternehmen und dem Ausbau von E-Health und E-Learning.

Für die Anbieter von Telepresence- und Videokonferenzlösungen war das Wirtschaftskrisenjahr 2009 kein einfaches. Für die Branche stellt sich für 2010 die Frage, welche Trends und Entwicklungen zu erwarten sind. Bob Hagertys Prognosen für das Jahr 2010 versprechen Besserung:

Umweltschutz durch Videokonferenz und Telepresence

Die Themen Umweltverträglichkeit und Umweltschutz spielen darin eine zentrale Rolle. Gleichzeitig implizieren diese Themen auch große Chance für die Videkonferenz-Branche, 2010 erfolgreich werden zu lassen. Laut Hagerty werden im neuen Jahr in besonderem Maße Technologien gefragt sein, mit denen Unternehmen ihren CO2-Ausstoß reduzieren können, sei es durch die Reduzierung der Anzahl von Dienstreisen, durch die Verringerung der Bürofläche oder durch die Senkung des Stromverbrauchs, der mit dem Betrieb von IT-Systemen verbunden ist. Auch die Zahl der Beschäftigten, die von zuhause arbeiten werden, soll laut Bob Hagerty in diesem Jahr um ca. 40 Prozent stiegen. Unternehmen werden daher geeignete Technologien benötigen, mit denen sie eine reibungslose Einbindung geografisch verteilter Mitarbeitern in die Unternehmensprozesse sicherstellen können. Die Anbieter von Telepresence- und Videokonferenzlösungen hoffen daher auch aus diesem Grund, auf ein gutes Jahr 2010. Alles in allem erhofft sich Polycoms Chef, dass der Markt für Videokonferenzen um bis zu 30 Prozent wachsen wird.

Wachstum auch im privaten Bereich

Dazu beitragen wird nicht nur der Ausbau im Unternehmensbereich, so Hagerty, auch die vermehrte Nutzung von Videokonferenzen im Privatbereich werde dazu beitragen. Verbraucher werden beispielsweise in der Lage sein, sich und ihre Kinder per Videokonferenz in einer Kindertagesstätte anzumelden oder eine Petcam zu installieren, mit der man sehen kann, was die Haustiere machen, während man weg ist. Oder sie installieren ein Videosystem, mit dem sie während des Urlaubs hin und wieder einen Blick auf ihr Zuhause werfen können, um zu sehen, ob noch alles in Ordnung ist. Da immer mehr Verbraucher über Handys der Kategorie 3.5G oder 4G verfügen, werden Videokonferenzen per Handy zur Norm. Videokonferenzen zwischen Handy und Festnetz sind nicht mehr Science-Fiction, sondern schon in naher Zukunft Realität, verspricht Hagerty in seiner Jahresausblick.

Telepresence und Videokonferenzen an Hochschulen

Zudem erhofft sich Bob Hagerty nicht nur Zuwächse im Bereich Unified Communications, sondern auch durch den technischen und organisatorischen Wandel an Universitäten und Hochschulen. Das traditionelle Studienmodell, bei dem Studenten eine Hochschule in ihrem Heimatland besuchen, werde schon bald der Vergangenheit angehören, so Hagerty. Immer mehr Universitäten versuchen, Studenten aus sämtlichen Regionen der Welt zu gewinnen. In den USA bietet beispielsweise die Georgetown University Kurse für Studenten aus dem Mittleren Osten an, bei denen die Studierenden noch nicht einmal gezwungen sind, ihre häusliche Umgebung zu verlassen. Bildungsinstitutionen aus sämtlichen Bereichen werden immer mehr auf Videokonferenz- und Telepresence-Systeme zurückgreifen. Auch in Deutschland gibt es bereits Vorlesungen, die per Videokonferenz gehalten werden. Wir berichteten.

E-Health trägt 2010 zum Wachstum bei

Einen weiteren großen Wachstumsbereich sieht Polycom im Bereich Telemedizin. Hagerty geht von einer Verdopplung der Anwendungen in diesem Bereich für 2010 aus. Allein vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung, liege es auf der Hand, dass eine radikale Veränderung der Krankenversorgungssysteme unabdingbar ist. Hagerty erwartet, dass sich die medizinische Fernbehandlung von Patienten 2010 verdoppeln wird. Auch bei der Ausbildung der nächsten Generation medizinischer Fachkräfte wird die Nutzung von Videokonferenzen und Telepresence für den gegenseitigen Informationsaustausch zunehmen.

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