Virtuelle Abbilder der Gesprächspartner

Videokonferenzen: Hologramme sind die Zukunft

Allgemein, Videokonferenz in der Praxis 3. Mai 2011

Japanische und amerikanische Forscher arbeiten daran, Videokonferenzen mit Hilfe von 3D-Hologrammen durchzuführen. Den asiatischen Wissenschaftlern gelang dabei ein erster Durchbruch.

Sie konnten die Hologramme erstmals in natürlichen Farben darstellen. Dazu bedienten sich die Japaner eines neuen technologischen Ansatzes, der Plasmon-Holografie. Im Gegensatz zu früheren Versuchen werden durch diese Variante keine Laser mehr benötigt, um Hologramme zum Leuchten zu bringen, dazu genügt gewöhnliches Weißlicht. Allerdings können die Asiaten derzeit noch keine Bewegtbilder mit dieser Technologie darstellen, die für eine Videokonferenz unverzichtbar sind. Der Aufbau eines neuen Hologramm-Bildes dauerte vier Minuten.

An diesem Problem arbeiten amerikanische Forscher an der University of Arizona. In einer Simulation gelang es diesen, eine Videokonferenz mit nur leichter Zeitverzögerung (zwei Sekunden) durchzuführen. Um die Telepresence zu gewährleisten, nehmen drei Kameras die Gesprächspartner aus mehreren Blickwinkeln auf. Diese Daten werden mittels einer schnellen Internetverbindung an den Computer im entfernten Raum übermittelt. Dort stellt ein Pulslaser das virtuelle Abbild des Gesprächspartners dar.

In der Testreihe waren die Hologramme noch sehr klein und einfarbig. Sie konnten noch nicht den Grad der Telepresence erreichen, wie ihn traditionelle Videokonferenzen mit Hilfe von Monitoren garantieren. Die Wissenschaftler sind allerdings zuversichtlich, dass sich dies schon bald ändern wird. Man werde zeitnah größere Darstellungen in wesentlich mehr Farben durch die japanischen Ergebnisse produzieren können, so das Versprechen der Forscher.

Den Videokonferenzen soll dabei auch die Rolle eines technologischen Vorreiters zufallen. Sobald diese einmal problemlos funktionieren, könne man dieses Verfahren ebenfalls für Computerspiele und das Kino einsetzen, lautet die große Hoffnung. Hologramme haben den Vorzug, tatsächlich dreidimensional zu sein. Die momentane Technologie in den Kinos vermittelt dagegen nur die Illusion, indem den Zuschauern je ein Bild für das rechte und das linke Auge gezeigt wird, die vom Gehirn dann zu einem 3D-Bild zusammengesetzt werden.

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