Ausbau von Telepresence in Microsoft-Produkten

Microsofts Skype-Deal: Mehr Videokonferenz für Office

Allgemein, Software für Videokonferenzen 24. Mai 2011

Microsoft möchte über den Kauf des Kommunikationsanbieters Skype seinen Kunden weitere Service-Angebote unterbreiten. So sollen laut Medienberichten wesentliche Funktionen von Skype, wie Videokonferenz, Telefon und Chat, Eingang in die Software Microsoft Office finden.

Microsoft erhofft sich, auf diesem Weg aus dem Stand zu einem der wichtigsten Kommunikationsanbieter für Bürofragen auf der ganzen Welt zu werden. Mit Skype hat Microsoft aber auch für seine Smartphone-Sparte große Pläne. Die Windows Mobile Phones (aktuelles Betriebssystem: Windows Phone 7) leiden unter schwachen Verkaufszahlen und einem noch schlechteren Ruf. Die Konkurrenz von Apple bietet in der jüngsten Generation seiner Smartphones Videokonferenzen an, deren Telepresence unter Experten großen Anklang findet. Die Kommunikationsdienste der Microsoft Smartphones sind dagegen leistungsschwächer und deutlich weniger bekannt. Durch die Integration von Skype könnte der Konzern von Bill Gates auf diesem Feld große Fortschritte machen.

Letztlich reizte Microsoft aber auch die Profitabilität von Skype. Obwohl das Unternehmen seine Kernfunktionen Videokonferenz, Chat, Telefon umsonst anbietet, erwirtschaftet die in Luxemburg ansässige Firma jährlich einen Milliardenumsatz und einen dreistelligen Millionengewinn. Skype überzeugte seine Kunde davon, große Beträge für Premiumdienste und die Telefonie in das Festnetz auszugeben. Microsoft hat hingegen fast schon traditionell Probleme damit, seine Kunden von kostenpflichtigen Zusatzangeboten zu überzeugen. Eine Zusammenführung mit Skype könnte auch auf diesem Gebiet hilfreich sein.

Für diese Vorteile investierte Microsoft 8,5 Milliarden US-Dollar. Dabei stach der Konzern namhafte Mitbewerber aus. Auch Suchmaschinenanbieter Google und Social Network-Riese Facebook zeigten enormes Interesse an dem Kommunikationsanbieter. Es dürfte insbesondere spannend werden zu beobachten, wie Facebook auf die Bieterniederlage reagiert. Das Unternehmen plant eine komplette Überarbeitung des viel gescholtenen Chatsystems von Facebook. Dabei wollte und will das Social Network auch Videokonferenzen, bei der die Telepresence die Qualität von Skype erreichen würde, anbieten. Es ist davon auszugehen, dass Facebook diese Pläne nicht begraben wird, nur weil der Ankauf von Skype nicht gelang.


Foto: Susana Bates

Eine Antwort to “Microsofts Skype-Deal: Mehr Videokonferenz für Office”

  1. Timo sagt:

    Gut gefuehrter Blog, gefaellt mir sehr gut. Auch tolle Themen.

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