Studie: Telepresence im letzten Jahr deutlich im Plus

Umsatzsprung bei Videokonferenzen

Allgemein 29. August 2011

Immer mehr Unternehmen vertrauen auf die Videokonferenz als Kommunikationsmittel. Wie eine Studie von Frust&Sullivan zeigt, hat sich der Umsatz für Videokonferenz-Endpunkte im letzten Jahr fast verdreifacht. Er stieg demnach von 360 Millionen auf mehr als eine Milliarde Euro an.

Der Markt für Unified Communications-Lösungen sei aber längst noch „kein Selbstläufer“, mahnt Aastra Deutschland-Chef Jürgen Signer. Gerade mittelständische Unternehmen hätten keinerlei Bedürfnis, im Detail über jedes Angebot für eine Videokonferenz informiert zu werden. Ihnen sei es wichtiger, dass die Konferenzen problemlos mit einer hohen Telepresence funktionierten und leicht zu bedienen seien. Der Anspruch an Anbieter und Händler habe sich in der Folge verändert, berichtet Signer. Ging es früher darum, überhaupt eine Unified Communications-Lösung präsentieren zu können, legten die Firmen heute Wert darauf, dass die Technik schnell funktioniere, exzellente Telepresence biete und man das System ohne langwierige Schulungen verwenden könne. Zudem sollten rasch die Vorteile solcher Kommunikationsformen offensichtlich werden, denn die Unternehmen wollten wissen, dass ihr investiertes Geld gut angelegt ist.

Aber nicht nur die gestiegenen Ansprüche der Kunden an Videokonferenz-Lösungen stellten die Branche vor neue Herausforderungen, sondern auch die wachsende technische Vielfalt. Längst sei es möglich, auch mit mobilen Endgeräten, wie dem Smartphone oder einem Tablet-PC an Konferenzen teilzunehmen. Die Unternehmen experimentierten derzeit damit, wie sich mobile Endgeräte in die firmeneigene Kommunikationsstruktur integrieren ließen, berichtet Signer. Dies werde jedoch dadurch verkompliziert, dass eine Standardisierung der Geräte nicht zu erwarten sei. Manche Mitarbeiter bauten auf Apple-Produkte, andere auf Android-Geräte und der Rest verfüge über Blackberrys. Alle hätten den Anspruch, mit ihrem eigenen Gerät an der Unified Communications-Lösung des eigenen Unternehmens beteiligt zu werden. Die Anbieter müssten Antworten auf diese Wünsche finden, um den Umsatzsprung des letzten Jahres nicht nur zu bestätigen, sondern noch auszubauen, schließt Signer.

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