Lösung für mittelständische und kleine Unternehmen

Videokonferenzen als Cloud-Service

Allgemein, Software für Videokonferenzen 14. Februar 2012

Das IT-Unternehmen Citrix Online hat  das selbst entwickelte Konferenztool GoToMeeting um eine Videokomponente namens HDFaces erweitert. Die verhältnismäßige kleine Softwarelösung macht die Anwendung von Videokonferenzen für kleine und mittelständische Unternehmen finanzierbar.

HDFaces wird als Teleprensence-Service innerhalb einer Cloud angeboten. Durch das günstige Angebot können nun auch weniger kapitalstarke Firmen einen Video-Service über das Internet anmieten. Der Konferenzdienst wird aus der Cloud direkt auf den Computer des Anwenders geladen und einsatzbereit zur Verfügung gestellt. Für die gute Performance hinsichtlich Übertragungsgeschwindigkeit von Bild- und Tonsignalen reichen stabile DSL-, VDSL- oder LTE-Verbindungen bei Weitem aus. Kostenintensive MPLS-Leitungen sind nicht notwendig. Bislang gibt es drei Anbieter, die einen Service in dieser Art und Weise vermieten. WebEx, Cisco und nun auch Citrix Online mit GoToMeeting bieten ihre Services mit Mietpreisen von Rund 40 Euro pro Monat der Business-Kundschaft an. Angesichts der permanenten Weiterentwicklung diverser Clouddienste, wie etwa „Video-on-Service“ könnte die Nachfrage nach kostengünstigen Mietlösungen seitens der Unternehmen weiter steigen.

Zwar gibt es Soft- und Hardwarelösung für Unternehmen in allen Qualitäts- und Preisklassen, doch sind diese Lösungen für kleine und mittelständische Unternehmen nur in den seltensten Fällen erschwinglich bzw. rentabel. So kostet ein Cisco Telepresence System 300 den Kunden rund 250.000 Euro. Für solche Konferenzen benötigt man zudem mindestens zwei Räume, eine teure MPLS-Leitung und den dazugehörigen Provider. Hinzu kommen mindest drei HD-Fernseher, die die Gesprächspartner während der Konferenz hautnah erscheinen lassen. Richtig ist, dass die Telepresence-Lösung von Cisco über alle Maßen hinaus fortschrittlich und qualitativ hochwertig ist. Allerdings können kleinere Unternehmen diesem Fortschritt nicht folgen und sind auf Alternativen angewiesen. Daher werden zunehmend Lösungen im sogenannten „Low-Budget“-Bereich entwickelt.

Vorbild hierfür sind bereits vorhandene Videokonferenz-Tools wie beispielsweise Skype. Mit diesem Tool lassen sich einfache Videokonferenzen via DSL aufbauen. Auf dieser Basis arbeiten einzelne Anbieter an neuen Services für Videokonferenzen, die Firmen in einer Cloud zur Verfügung gestellt werden sollen. Die Geschäftskunden genießen dabei den Vorteil lediglich die Miete für den gebuchten Service zu bezahlen und keine weiteren Folgekosten durch Wartung, Serverausfälle oder Personal zu erwarten haben. Aus diesem Grund sind Softwarelösungen per Cloud-Technolgie gleichermaßen für Anbieter und Nutzer interessant.

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