Fraunhofer Institut führt Studie durch

Entspannteres Arbeiten durch Videokonferenzen

Allgemein 15. November 2012

Forschungsteams oder Mitarbeitergruppen sind deutlich effizienter, entspannter und arbeiten harmonischer zusammen, wenn sie statt auf Telefon und E-Mail auf die Nutzung von Videokonferenzen setzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des renommierten Fraunhofer-Institutes, die im Auftrag von OmniJoin durchgeführt wurde. OmniJoin ist die neue Webkonferenzsparte von Brother, die ein Videokonferenzsystem verkauft. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass eine rein auf Sprache und Schrift reduzierte Kommunikation mehr Probleme verursache als die Kommunikation unter Einbindung des persönlichen Bildes.

Zwei Grundmodelle simuliert

Die Wissenschaftler des Fraunhofer-Institutes simulierten zwei Grundmodelle. In zwei unterschiedlichen und getrennten Räumen beauftragten sie zwei Gruppen, jeweils an der Lösung eines Problems zu arbeiten. Dabei wurden insbesondere Konfliktpotenziale eingebaut – es ging speziell um die Aufteilung von Budgets und die Planung eines neuen Büros. Zudem wurden die Probanden mit Rollen versehen. Sie übernahmen die Rolle des Sachbearbeiters oder des Abteilungsleiters und erhielten damit die entsprechenden Kompetenzen.

Eindeutiges Ergebnis erzielt

Das Ergebnis, das sich schließlich herauskristallisierte, war bemerkenswert. Die Gruppe, die unter Nutzung der Möglichkeiten einer Videokonferenzen arbeitete, erzielte ein deutlich besseres Ergebnis. Mehr als 70 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass sie durch die Videokonferenz stärker motiviert waren, weil alle die gleichen Dokumente einsehen und sich zudem selbst in die Augen schauen konnten. Knapp 60 Prozent der Probanden gaben an, durch die Visualisierung des Diskussionsobjekts und das Sich-Sehen-Können eine offenere Diskussion geführt zu haben.

Schnellere gemeinsame Lösung erzielt

Überzeugende 81 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass per Telefon und Mail zwar Aufgaben verteilt werden konnten, durch den Einsatz des Konferenzsystems sei man jedoch schneller zu einer gemeinsamen Lösung gelangt. Und knapp 74 Prozent der Mitwirkenden fanden, dass sie durch die Nutzung der Videokonferenz eher durch Teamwork zu einer Lösung gelangt seien als die Gruppe, die nur Mails und Telefon genutzt hatte. Nicht zuletzt die Möglichkeit, mittels Videokonferenz länger und damit effizienter getagt zu haben, war für knapp 79 Prozent der Mitwirkenden ein starkes Argument für die künftige Nutzung entsprechender Technik.

Ergebnis einer Videokonferenz wird stärker akzeptiert

Nach einer Analyse des Fraunhofer-Institutes ist die Nutzung der Videokonferenz-Technik eindeutig ein hilfreiches Mittel, um effektiver und vor allem konfliktfreier zu arbeiten. Da sich auch die Motivation der Mitarbeiter entsprechend vergrößert habe, sei es sinnvoll, entsprechende Technik für das Projektmanagement einzusetzen. So würden getroffene Entscheidungen durch die Mitarbeiter eher akzeptiert und entsprechend umgesetzt.

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