Lync goes mobile

Microsoft legt nach: Lync 2013

Allgemein, Software für Videokonferenzen 4. April 2013

Mit großer Spannung wurde die Vorstellung von Microsoft Lync 2013 erwartet. Nun hat das Unternehmen die neueste Version seiner Software für Unified Communications vorgestellt. Im vergangenen Jahr sind zahlreiche Optionen dazugekommen, die das Programm inzwischen zu einer interessanten Option für firmeninterne Kommunikation und Videokonferenzen machen.

Neu: Videokonferenzen mit dem Smartphone

Die Zusammenarbeit mit mobilen Geräten ist heute von entscheidender Bedeutung für den Alltag. Hier hatte Microsoft bereits im Vorfeld eine Optimierung seines Clients für Android und iOS versprochen und sein Versprechen eingelöst. Es ist nun erstmals möglich, mit dem Smartphone oder dem Tablet direkt an einer Videokonferenz teilzunehmen oder diese zu initiieren. Dazu wurde eine mobile Version veröffentlicht, die auf die Bedienung mittels eines Touchscreens ausgerichtet ist. Der Funktionsumfang und die Optik der beiden Versionen ist nahezu identisch und auch Unterschiede in der Qualität sind nicht festzustellen. Ein weiteres Extra: Auch direkte IP-Telefonie kann mit der neuen Software realisiert werden, bisher war dazu ein Server notwendig, der die Verbindung initiiert.

Höhere Standards und eine verbesserte Übertragung

Bei der oft kritisierten Auflösung wurde ordentlich nachgearbeitet – statt dem bisher maximal möglichen VGA-Standard (640 x 480 Pixel) gibt es nun auch Konferenzen im bekannten Format Full-HD 1080p. Die Kompression wurde ebenfalls verbessert, dennoch ist für eine solch große Datenmenge selbstverständlich eine entsprechende Anbindung notwendig. Dies gilt besonders für mobile Teilnehmer – unter 3G oder besser noch 4G ist deshalb kein HD möglich. Um störendes Ruckeln zu vermeiden, wird die Auflösung automatisch an die Geschwindigkeit angepasst und schaltet sich bei einer langsamen Verbindung entsprechend herunter. Sehr praktisch bei stationären Rechnern ist die Option, die Videokonferenz auf einem zweiten Monitor auszuführen, während auf dem ersten weiter mit dem Desktop gearbeitet werden kann.

Neue Zugriffsmöglichkeiten

Überarbeitet wurde gleichzeitig auch Lync Online, das komplett in die Cloud ausgelagert ist. Große Unternehmen werden allerdings weiter die lokale Installation bevorzugen, da nur ein eigenes Rechenzentrum die notwendige Redundanz für eine große Anzahl von simultan ablaufenden Gesprächen bereitstellt. Für öffentliche Rechner und bisher nicht unterstützte Betriebssysteme wie OS X steht nun ein Plug-in zur Verfügung, mit dem per Web-Interface an den Konferenzen teilgenommen werden kann. Ausgebaut wurde darüber hinaus die Zusammenarbeit mit der Konkurrenz – so ist der direkte Zugriff auf Skype-Kontakte möglich, eine Teilnahme an dessen Videokonferenzen soll Mitte 2013 eingeführt werden. Insgesamt stellt Lync 2013 somit einen großen Sprung nach vorne dar, der das Programm zu einer sinnvollen Alternative zu anderen professionellen Anbietern macht.

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