Videoconferencing in der Medizin

Schlaganfall-Versorgung dank Videokonferenz verbessert

Videokonferenz in der Praxis 8. Juni 2007

Das Projekt TEMPIS vernetzt die Schlaganfallzentren der Universität Regensburg und des Klinikum München Harlaching per Videokongferenz mit derzeit 14 regionalen Krankenhäusern. Diese verfügen nicht über eigene neurologische Abteilungen.Durch die schnelle Übermittlung von Computertomographie-Daten und der Live-Zuschaltung eines Spezialisten zur Untersuchung des Patienten soll die Versorgung signifikant verbessert werden.Erste Ergenisse des Projektes wurden kürzlich in der Fachpublikation “Lancet Neurology” veröffentlicht. “Drei Monate nach dem Schlaganfall gab es in den TEMPiS-Kliniken absolut zehn Prozent weniger Patienten mit schlechtem Outcome als in vergleichbaren Kliniken ohne Telebetreuung”, so Dr. Johannes Schenkel, Leiter des Projektes gegenüber der Ärzte-Zeitung.

So wurden 44 Prozent Patienten mit schlechtem Outcome statt vorher 54 Prozent dokumentiert. 10 Prozent aller Patienten wurden somit vor Tod oder Pflegebedürftigkeit gerettet. “Mittlerweile haben wir längerfristige Auswertungen gemacht. Das Ergebnis hält auch über die ersten drei Monate hinaus an”, so Schenkel weiter.

Aktuell werden ca. 30 Prozent der Schlaganfallpatienten in die Telekonsultationen einbezogen. Diese finden ca. 220 Mal pro Monat statt. Die Finanzierung ist durch Vereinbarungen mit Krankenkassen gesichert, das Projekt mittlerweile finanziell autark.

Weitere Informationen: http://www.tempis.de

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