Höchste Sicherheit bei Videkonferenzen

AES

Das National Institute of Standards and Technology (NIST, die nationale Standardisierungsinstitut der USA) entwickelt in Zusammenarbeit mit der Industrie seit Jahren den besonders sicheren Verschlüsselungsstandard Advanced Encryption Standard (AES).

Diese symmetrische Verschlüsselung soll die DES-Verschlüsselung ablösen. Symmetrische Verschlüsselung bedeutet nichts anderes, als dass es nur einen geheimen Schlüssel gibt, der zur Verschlüsselung im Sender und zur Entschlüsselung im Empfänger benutzt wird.

Die Abkürzung DES steht in diesem Zusammenhang für data encryption standard. Diese Art der Verschlüsselung wurde in den 1970er Jahren von IBM für das National Bureau of Standard entwickelt und benutzt einen 64-Bit-Schlüssel. Die sicherere AES-Verschlüsselung hingegen spezifiziert drei verschiedene Schlüssellängen mit 128, 192 und 256 Bit.

Der Algorithmus ist frei verfügbar und darf ohne Lizenzgebühren eingesetzt sowie in Software bzw. Hardware implementiert werden. AES ist in den USA für staatliche Dokumente mit höchster Geheimhaltungsstufe zugelassen. AES wird außerdem vom Verschlüsselungsstandard IEEE 802.11i für Wireless LAN verwendet. Auch in der VoIP-Kommunikation kommt AES z. B. bei Skype zum Einsatz. Mac OS X benutzt AES als Standardverschlüsselungsmethode für Disk-Images. Moderne externe Festplatten verschlüsseln den gesamten Datenzugriff per AES. Außerdem wird der Algorithmus zur Verschlüsselung diverser komprimierter Dateiarchive verwendet (Zip und RAR).

Letztlich gewährt die AES-Verschlüsselung auch beim Betrieb von Videokonferenzen und bei Telepresence höchste Sicherheit.