Projekt CoVR will übergreifende Standards schaffen

Projekt zur Verbreitung von Videokonferenzen gestartet

Aktuelle News und Pressemitteilungen 6. Februar 2012

In einer Kooperation aus Ericsson, RWTH Aachen und Rovi MainConcept wurden das Forschungs- und Entwicklungsprojekt CoVR (Connected Visual Reality) gestartet. Ziel ist es, Videokonferenzen einfacher und populärer zu machen.

Nach einhelliger Meinung der Projektpartner liegt in der Anwendung von Videokonferenz-Telepräsenzmedien ein hohes Zukunftspotenzial. Besonders in dem Bereich der Nachhaltigkeit durch die Neudefinierung von Arbeitsprozessen versprechen sich die Projektpartner eine deutliche Steigerung. Im Vordergrund steht die Erweiterung der technischen Möglichkeiten und die damit verbundene Erhöhung der Marktchancen für neue Technologien innerhalb der Videoübertragung. Eines der großen Themen ist zum Beispiel die mangelnde Kompatibilität zwischen komplexen Systemen und wesentlich verbreiterten Kommunikationslösungen.

Derzeit arbeitet CoVR daran, dass Konferenzanwendungen über verschiedene Netzwerke hinweg eingesetzt werden können. Hierzu sollen Technologien entwickelt werden, die einen Betrieb in heterogenen Netzwerken erlauben und zusätzlich Videokonferenzen in HD-Qualität ermöglichen. Wichtige Aspekte hierbei sind, die Codierung zu überarbeiten, die Geräuschreduktion und die Echokompensation zu verbessern. Zukünftig sollen insbesondere diese Technologien an den jeweils aktuellen Stand der Technik angepasst und zu gegebener Zeit fortentwickelt werden.

Neben dieser neuen Technologie will CoVR außerdem neue Funktionen entwickeln, welche den Anwendern mehr Komfort bieten. In diesem Zusammenhang möchte man im Rahmen des CoVR-Projekts eine Inhaltsanalyse entwickeln, die beispielsweise die sprechende Person innerhalb einer Gruppe optisch markiert. Diese Idee ist nicht ganz neu. Bereits bei Google+ kann ein ähnliches Feature durch die Anwender bei der Nutzung von Hangouts verwendet werden. Laurits Hamm, Projektleiter und Forschungsingenieur von Ericsson Eurolab gab zu verstehen, dass Kommunikationslösungen geschaffen werden sollen, die im besonderen Maße für größere Unternehmen über mehrere Standorte hinweg einsetzbar sein sollen. Das Hauptziel sei es, Videokonferenzen noch breiten am Markt aufzustellen und somit attraktiver zu gestalten. Wie sich das Projekt letztendlich entwickelt, bleibt vorerst abzuwarten. Es ist jedoch davon auszugehen, dass dieses Projekt in der freien Wirtschaft sowie bei Institutionen großen Anklang finden wird. Gegebenenfalls könnten weitere Subventionen für das Projekt folgen. Das Projekt erhält einen Förderungszuschuss in Höhe von 1,1 Millionen Euro vom Bundesland Nordrhein-Westfalen und von der EU.

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