Sony Videokonferenzsystem bei Rodenstock

Rodenstock nutzt Videokonferenz Lösungen von Sony

Videokonferenz in der Praxis 8. Mai 2008

Videokonferenz macht es möglich: Schau mir in die Augen, Kollege

Als Hersteller hochwertiger Brillen weiß Rodenstock, wie wichtig optische Reize sind. Das gilt auch für die Kommunikation von Mitarbeiter zu Mitarbeiter: Wenn man sich sieht, versteht man sich besser. Aber persönliche Meetings mit Mitarbeitern auf internationaler Ebene sind aufwändig und teuer. Deshalb treibt Rodenstock den Ausbau seiner Videokonferenz-Infrastruktur von Sony voran. Das verbessert nebenbei die Klimabilanz des Unternehmens.

Videokonferenz in der Praxis: Rodenstock nutzt Sony Videokonferenz-Systeme.

Gestikuliere ich eigentlich immer so fahrig? Warum liegt mein Scheitel auf der falschen Seite? – Wer zum ersten Mal an einer Videokonferenz teilnimmt, sieht vor allem sich selbst: Vor jedem Verbindungsaufbau zeigt der Videokonferenz-Monitor erst einmal das Eigenbild – so kann man festlegen, in welcher Bildeinstellung man sich dem Gegenüber bei der Videokonferenz zeigen möchte. Das Dual-Monitor-System bei Rodenstock bringt während einer Konferenz nicht nur den entfernten Gesprächspartner auf den Bildschirm, sondern auch die eigene Person, aus der Perspektive des Gesprächspartners. An einer mannshohen Säule hängen zwei Flachbildmonitore nebeneinander, die kuppelförmige Kamera ist in der Mitte darüber platziert. Viele Anwender sind im ersten Augenblick irritiert, sich bei einer Videokonferenz selbst am Konferenztisch sitzen zu sehen und beginnen ihre Haltung, Frisur und Kleidung zu korrigieren. „Dass man sich selbst beobachtet, verliert sich aber schnell“, erläutert Willi Molitor, der sich bei Rodenstock um den Betrieb des Videokonferenz-Systems kümmert. „Nach kurzer Eingewöhnungszeit vergessen die Leute die Kamera.“ Der Mann muss es wissen, schließlich ist Rodenstock einer der Pioniere in Sachen Videokonferenzen: Schon seit über zehn Jahren kommuniziert man fernoptisch mit Mitarbeitern und Geschäftspartnern in aller Welt. „Die Dual-Monitor-Lösung ist praktisch, weil man bei gleichzeitiger Übertragung einer XGA-Quelle, z.B. einer Computergrafik oder dem Bild einer Dokumentenkamera, das Gegenüber und den Inhalt über den man spricht sehen kann“, ergänzt Stephanie Benyr von der NTS GmbH. Sie betreut in dem Münchener Familienbetrieb, der auf Videokonferenz-Lösungen spezialisiert ist, das Projekt für Rodenstock.

Seit Anfang 2007 wird bei Rodenstock die bisherige Videokonferenz-Infrastruktur sukzessive erneuert und ausgeweitet. Die Ausstattung von neun Neustandorten wurde in Auftrag gegeben. Altsysteme werden sukzessive durch die Sony PCS-1P ersetzt. In München steht als zentrales technisches Modul der Videokonferenz-Lösung eine Sony PCS-G50, deren optionale Multipoint-Funktion Live-Schaltungen zwischen sechs verschiedenen Sendeorten erlaubt. Der rechte Monitor des CONTSO 700, des Dual-Monitor-Systems der NTS, zeigt dann einfach mehrere kleinere Bilder, statt einem großen. Auf dem anderen Bildschirm sieht man, je nach Wahl, entweder sich selbst oder das Gegenüber. Rodenstock nutzt für seine Mehrpunkt-Konferenzen einen PRI-Anschluss (1920 kb/s) der über ein spezielles Board an die PCS-G50 angeschlossen werden kann. Damit stehen 30 bidirektionale ISDN-Kanäle zum Verbindungsaufbau zur Verfügung – somit kann auch über ISDN eine vernünftige Bandbreite, sprich eine gute Bildqualität, für Videokonferenzen erreicht werden.

Tokio is watching you

„Wir haben den Vorteil, dass unser CEO Dr. Giancarlo Galli den Ausbau der Videokonferenz-Infrastruktur persönlich forciert“, sagt Gottfried Wagner, der bei Rodenstock für Telekommunikations-Projekte zuständig ist. „Das spart unserem Unternehmen sehr viel Zeit und Geld.“ Allen voran die Mitarbeiter der zentralen IT-Abteilung – in München und in Regen im Bayrischen Wald – buchen täglich zwei oder drei Videoschaltungen. „Sie sparen jedes Mal die 180 Kilometer Fahrt“, sagt Gottfried Wagner. Aber ein Telefonat würde es doch auch tun, oder? „Meist nicht. Am Telefon kann man nicht mal eben eine Excel-Tabelle zeigen.“ Nicht nur Computer lassen sich einfach an das Videokonferenz-System anschließen. Eine Dokumentenkamera erleichtert Produktentwicklern und Vertriebsmitarbeitern von Rodenstock die Arbeit: sie legen z. B. den Prototypen einer Brille unter die Kamera am Standort in München, und sofort kann der Kollege in Tokio seinen Kommentar dazu abgeben.

Die Installation des neuen zentralen Videokonferenz-Systems verlief unspektakulär: ein Anruf Mitte Dezember 2006 beim Sony-Partner NTS, drei Wochen später lief das System. „Wir sind sehr zufrieden“, lobt Gottfried Wagner. „Nicht nur mit der Technik, auch mit der Betreuung von NTS. Wenn ein Problem mit dem System auftritt, ist sofort ein Experte für uns da.“

Videokonferenzen ermöglichen klimaneutralen Kontakt

Wer bei Rodenstock zum ersten Mal eine Videokonferenz anmeldet, bekommt eine kurze Einweisung von Willi Molitor und los geht’s: Auf dem Konferenztisch liegt eine schulheftgroße, drahtlose Fernbedienung (Touchpanel), über die sich alles intuitiv steuern lässt. Einfach eine der Kurzwahltasten drücken, schon wird die Leitung nach Frankfurt, Bangkok oder Uppsala wie beim Telefon aufgebaut. Die Kamera schwenkt auf Tastendruck in sechs vorprogrammierte Positionen, selbstverständlich lässt sie sich auch stufenlos steuern; die Zoom-Taste vergrößert einzelne Gesichter, scharf und hautnah. Das Mikrofon lässt sich stumm schalten – sehr praktisch zum Beispiel bei Preisverhandlungen mit Kunden. Besonders sensible Gespräche lassen sich sogar verschlüsseln, komplette Konferenzen aufzeichnen. Gottfried Wagner fasst als Fazit zusammen: „Wenn Gesprächspartner sich sehen, kommt es seltener zu Missverständnissen.“ Auch das erhöhe die Effektivität der täglichen Arbeit. Die Investition in das neue Videokonferenz-System in München habe sich nach wenigen Monaten amortisiert, meint der Helpdesk-Leiter. Auch in ökologischer Hinsicht geht die Rechnung für das weltweit agierende Unternehmen auf: Wer weniger reist, vermeidet CO2-Emmissionen.

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Rodenstock
www.rodenstock.de

Rodenstock ist Deutschlands führender Hersteller für Brillengläser und Brillenfassungen. Das Unternehmen mit Sitz in München wurde 1877 gegründet. Es beschäftigt weltweit rund 4.600 Mitarbeiter (davon ca. 1.800 in Deutschland) und ist in mehr als 80 Ländern mit Vertriebsniederlassungen und Distributionspartnern vertreten. Die Rodenstock GmbH unterhält Produktionsstätten für Brillengläser an insgesamt 11 Standorten in 10 Ländern. Die Kompetenz sowohl für Brillengläser als auch für Brillenfassungen macht Rodenstock zur einzigen Marke der Augenoptik, die dem Brillenträger das Gesamtsystem „Brille” aus einer Hand anbieten kann.

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