Videokonferenzen helfen beim Kampf gegen H1N1
Mexiko: Um den Ausbruch der Schweinegrippe (H1N1) in Mexiko zu verstehen und die weitere Verbreitung im Land zu verhindern, setzt die mexikanische Regierung verstärkt auf den Einsatz von Videokonferenzen.
Mit Hilfe von Videokonferenz-Systemen des amerikanischen Herstellers Polycom wurden zu diesem Zweck bislang Konferenzen mit über 1500 Gesundheitsexperten geführt. Die Vorteile: Kommunikationswege über alle Institutionen des Landes hinaus wurden erheblich vereinfacht. Auch das Bündeln von Meinungen verschiedenster Gesundheitsexperten zum Thema wurde effizienter.
Schon kurz nach dem Ausbruch von H1N1 im April 2009, erkannten die Behörden in Mexiko, dass Videokonferenzen ein veritables Mittel sind, landesweit klare Kommunikationswege und eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Behörden, Ärzteteams, Krankenhäusern, Universitäten und Offiziellen zu ermöglichen. Auch Weiterbildungen lokaler Mediziner sowie Expertenrunden von Medizinern aus der ganzen Welt wurden durch Videokonferenzen ermöglicht.
Zusammen mit Polycom installierte die mexikanische Regierung dazu Videokonferenz-Systeme in Mexiko-Stadt sowie in zwölf weiteren Bundesstaaten. „Echtzeit-Kommunikation und zeitnahe Zusammenarbeit sind essenziell, um H1N1 zu entgegnen“, so Adrian Pacheco, biomedizinischer Ingenieur und Vertreter des Direktors für Telemedizin des mexikanischen Gesundheitsministeriums. Und weiter: „Videokonferenzen sind ein bedeutendes Element unseres Kampfes gegen den Schweinegrippe-Virus. Wenn man eine Epidemie zu bekämpfen hat, dann gibt es keine Zeit zu verlieren“, so Pacheco.
Nach seiner Ansicht trug der flächendeckende Einsatz von Videokonferenzen sogar dazu bei, Menschenleben gerettet zu haben. Zitat: „Im Kampf gegen das Virus, führt visuelle Kommunikation zu deutlichen Zeitersparnissen und rettet dadurch möglicherweise sogar Menschenleben“. Das Verständnis komplizierter medizinischer Zusammenhänge würde durch die Vorteile der Videokonferenzen erleichtert, Fragen könnten einfacher gestellt und Expertisen sowie sensible Daten problemlos ausgetauscht werden, so Pacheco weiter.
Für den Einsatz der Videokonferenz-Technologie erntete Mexiko bereits Lob von der Weltgesundheitsorganisation WHO. Durch die effektive Antwort auf den Ausbruch der Schweinegrippe, habe Mexiko anderen Staaten mehr Zeit gegeben, ihre eigenen Maßnahmen gegen das Virus zu ergreifen, so ein Sprecher der WHO.
In Mexiko werden bereits seit einiger Zeit Videokonferenz-Systeme eingesetzt. Sie dienen vor allem dazu, Expertenwissen in die verarmten Regionen des Landes zu bringen. Dazu nutzt Mexiko mittlerweile 15 mobile Videokonferenz-Einheiten, die mithilfe von Satelliten-Verbindungen auch in entlegenen Gebieten betrieben werden können.